Warum der Landkreis Vulkaneifel Stärke und Kontinuität braucht

von Dietmar Johnen, Kalenborn-Scheuern

Am 29. November haben die Vulkaneifelerinnen und Vulkaneifeler die Aufgabe, eine ganz wichtige Weiche zustellen. Nämlich, ob es den Landkreis Vulkaneifel weiter geben soll oder ob er auf Grund der von der Landesregierung geplanten zweiten Stufe der Kommunalreform aufgelöst wird.

Die SPD-Kandidatin Julia Gieseking ist seit kurzem Mitglied ihrer Partei und kommunalpolitisch aktiv. Sie stellt in Facebook-Postings in Aussicht, dass sie sich für den Erhalt des Kreises engagieren werde. Sie verweist auf Digitalisierung und die Interkommunale Zusammenarbeit statt einer Neuordnung der Kreisgrenzen. Weiß sie genau, wovon sie spricht?

Die Landesregierung, und hier vor allem das SPD-geführte Innenministerium lassen in ihren Veröffentlichungen keinen Zweifel daran, dass die Interkommunale Zusammenarbeit und Digitalisierung gestärkt werden sollen. Aber sie erscheinen der Landesregierung laut einem Gutachten, auf das sie sich beruft, nicht als Ersatz der geplanten Kreisfusionen geeignet. Interkommunale Zusammenarbeit und Digitalisierung dienen, wie viele wahrnehmen und befürchten, im Gegenteil, zur Vorbereitung dieser Fusionen.

Daher brauchen wir für unseren Kreis Vulkaneifel eine Person im Landratsamt, die sich klar und frei von derartigen Vorhaben absetzen kann. Wir brauchen eine Person im Landratsamt, die bewiesen hat, dass sie den Erhalt des Kreises über eine andere Parteidisziplin setzt. Es geht nicht darum, ob es ein Mann oder eine Frau ist. Ein Herz und eine Haltung, so das Haupt-Wahlargument für die SPD-Kandidatin, bringt aber jeder Mensch mit. Wichtig ist hingegen, ob eine klare Haltung und Erfahrung zum Wohl und zum Erhalt der Menschen im Landkreis Vulkaneifel beitragen.

In der Vulkaneifel stehen wir auf Platz 2 von 401 Landkreisen in ganz Deutschland, betreffend das nach Abzug der fixen Lebenshaltungskosten bleibende Einkommen. Diese im Vergleich zu allen anderen deutschen Landkreisen hohe Lebensqualität war ein hartes Stück Arbeit, das in den vergangenen Jahren erreicht wurde. Es bleibt weiterhin viel zu tun, wie zum Beispiel Krisenmanagement in der Pandemie, weitere Durchsetzung des Beschlusses zum Erhalt der Eifelvulkane oder Stärkung der Vulkaneifel im Wettbewerb der Regionen um Fachkräfte.

All das ist unabhängig von Parteiinteressen oder Geschlechterfragen. Ausschlaggebend für den Erfolg sind Fachkompetenz und die Fähigkeit, der Vulkaneifel eine selbstbewusste Stimme zu geben. Darum trete ich für Landrat Heinz-Peter Thiel und für eine Kontinuität des erfolgreich eingeschlagenen Weges ein.

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