Meine vier Schwerpunktthemen

Ich möchte Ihnen hier gerne meine Kampagne mit den Ideen, Inhalten und Impulsen für die nächste Amtszeit des Landrates in unserem Landkreis Vulkaneifel von 2021 bis 2029 vorstellen.

Wir haben vieles in den letzten acht Jahren zum Wohle des Landkreises Vulkaneifel neu aufgebaut, auf den Weg gebracht und es liegen noch spannende Herausforderungen vor uns. Hier finden Sie erste Antworten auf die Fragen von morgen. Zusammenhalt ist eine der großen Stärken der Eifel – packen wir es gemeinsam an!

Lassen Sie uns WEITER. MACHEN. Gemeinsam mit THIEL.


WEITER WIRTSCHAFTEN

STANDORT stärken

Ich möchte unseren Landkreis Vulkaneifel als kraftvollen Innovations- und Wirtschaftsraum weiterentwickeln. In einer ideenreichen Kreisentwicklung mit Zukunftsplänen vom Klimaschutz, Mobilitätswende bis hin zu Konzepten in der Gesundheitsversorgung, neu aufgelegten Regional- und Masterplänen im Natur- und Unesco Global Geopark Vulkaneifel, in der Standortmarke EIFEL, Zukunftskonzepten in der Leaderregion Vulkaneifel, top aufgestellter Sparkasse und innovationsstarker Wirtschaftsförderung arbeiten wir professionell in der Standortentwicklung für eine gute Entwicklung in der Vulkaneifel.

In der Wirtschaft stehen neben einer professionellen Bestandspflege und Gründungsinitiativen aber auch Schaffung neuer Gewerbeflächen und voller Einsatz für den vom Land politisch verschlafenen Lückenschluss der BAB A1 auf der Agenda. Mit neuen Impulsen für weibliche Berufe und Karrierechancen für Frauen sowie innovativen Existenzgründungen können wir junge Fachkräfte und Familien halten und neu gewinnen. Durch eine bessere Profilierung von Wohnen, Kinderbetreuung, Freizeit, Bildung und Arbeiten will ich unseren Landkreis mit Ihnen gemeinsam noch attraktiver machen.

Gemeinsam mit den Räten in Städten und Gemeinden sind wir der 1. Landkreis im Lande, der alle Schulen an die Glasfaser angebunden und bereits mit dem modernsten Gigabit-Netz erschlossen hat. Die Digitalisierung unserer Bildungseinrichtungen will ich weiter durch zentrale Serverdienste, neueste Netzwerke, WLAN für alle Bereiche und neue IT-Betreuung fördern, damit Pädagogen und Schüler zeitnah volle Medienkompetenz entwickeln können. Die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit Endgeräten ist bereits gesichert und wird zeitnah noch mit Pool-Geräten ergänzt.

Die im Kreisprojekt förderfähigen Gewerbestandorte sind grds. mit Glasfaser erschlossen. Für das verg. Woche neu aufgelegte Graue-Flecken-Förderprogramm der EU habe ich bereits Fördermittel für die Errichtung von Gigabit-Infrastruktur für Haushalte beantragt, die bislang nur Zugang zu einer Internetverbindung mit weniger als 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) haben. In der zweiten Ausbaustufe, die 2023 beginnt, wird der Aufbau von Gigabit-Infrastruktur für Haushalte gefördert, die bereits Zugang zu einer Internetverbindung mit 100 MBit/s haben, aber nicht zu einem Netz, das sehr hohe Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s bietet.  

PERSPEKTIVEN eröffnen

Lebendige und zukunftsfähige Städte und Gemeinden sind mir wichtig. Dazu zählt u.a. , dass Arbeitsplätze für Frauen und Angebote für junge Familien gezielt gefördert werden. Lokale Initiativen in der Dorfinnen- und Stadtentwicklung sollen bedarfsgerechte Impulse setzen. Hier möchte ich einen Schwerpunkt auf das Halten und Wiederbeleben zeitgemäßer Freizeitgewerbe u.a. im Bereich der Gastronomie oder gemeinsam mit Kulturschaffenden setzen, um wichtige Haltefaktoren in einem attraktiven Lebens- und Arbeitsraum zu gewährleisten. Mit modernen generationenübergreifenden oder WG-Wohnformen sowie Arbeitsmodellen, wie Coworking Spaces oder Homeoffice, soll ländliches Leben und Arbeiten weiter gestärkt werden.

Der Zusammenhalt zwischen Erfahren und Jung soll durch weitere Förderung gemischter und unterstützender Wohn- und Lebensformen gestärkt werden.

Die wirtschaftlichen, damit auch direkt sozialen nachteiligen Auswirkungen der anhaltenden und uns noch lange Zeit in Anspruch nehmende Corona-Pandemie auf Arbeitsplätze und Einkommenssituationen der Kreisbevölkerung sowie Wirtschaft, Gewerbe und Handel wird uns in der Jugendarbeit, Sozial- und Arbeitsverwaltung sowie in der Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung auf Dauer weiter besondere Innovations- und Tatkraft abverlangen.

JUGEND fördern

Unserer Jugend will ich beste Lebensperspektiven bieten, ihre Entwicklungschancen stärken und ihnen Förderung für neue Wohnformen vermitteln. Eine Bereitstellung von Single-Wohnungen, Wohnräumen für Paare und WGs auch in Geschäftsstraßen und in der Dorfinnenentwicklung stärkt das Leben in unseren Städten und Gemeinden.

Eine neue kreisweite Jugendhilfeplanung und verstärkte Jugendarbeit, möglichst auch die Einrichtung einer aufsuchenden Jugendsozialarbeit, welches insbes. von der Jugend selbst angeregt wird, soll Halt bieten und ein besseres Bewusstsein für Chancen und Perspektiven in der eigenen Heimat vermitteln. Früherziehung, Bildung und außerschulische Förderungen bis zur Stärkung des Vereinslebens und des Ehrenamtes sollen als Haltefaktoren junger Menschen stärker vernetzt werden.


WEITER VERNETZEN

BREITBAND ausbauen 

Mein Ziel ist es, den Internet-Grundausbau schnellstmöglich zum Gigabit-Ausbau mit Glasfaser für alle auszuweiten und damit auch die „vielen grauen, d.h. unterversorgten Flecken“ gemeinsam mit den Kommunen vor Ort zu stärken.

Bereits heute müssen wir die Entscheidungen für morgen auf dem Weg zum flächendeckenden Gigabit-Ausbau treffen. Hierzu habe ich als einziger Landkreis in Rheinland-Pfalz beim Land ein Pilotprojekt zur kreisweiten Machbarkeitsstudie für den Gigabit-Ausbau erreicht. In enger Kooperation mit Gemeinden und Städten gilt es nun sogenannte Graue NGA-Flecken, dass sind solche, in denen bereits ein Netz vorhanden ist, das Internetgeschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit/s ermöglichen soll, auf Gigabit-Geschwindigkeiten möglichst mit Glasfaser-Anschluss für alle weiter auszubauen. Das ist die Herausforderung für den zweiten Schritt auf dem Weg zur Gigabit-Gesellschaft / Gigabit-Wirtschaft auch und gerade in der Ländlichen Region unseres Landkreises Vulkaneifel.

Parallel will ich den Landkreis flächendeckend in die 5G-Ära entwickeln. Auch hier konnte ich die Region als Pilotregion platzieren, um letztlich mit Funkdaten in Echtzeit Projekte wie Telemedizin, Landwirtschaft 4.0 oder teilautonome Verkehre zu ermöglichen. Derzeit werden die ersten 24  5G-Funkmasten aufgebaut, weitere werden das Netz weitestgehend flächendeckend erschließen. Hier möchte ich zukunftsorientiert modernste Netz-Infrastruktur für neue Bedarfe und Erwartungen von Privat und Gewerbe schnellstmöglich gewährleistet sehen.

MOBILITÄTSWENDE gestalten

Für mich ist ein flächendeckendes Angebot von ÖPNV-Buslinien für alle Dörfer unabdingbar, ebenso wie die vernetzte Anbindung unserer Kreisstadt Daun an die Schiene. Eine laufende Machbarkeitsstudie und NKU (Nutzen-/Kosten-Untersuchung) zur Reaktivierung der Eifelquerbahn von Gerolstein über Daun, Ulmen – Kaisersesch nach Koblenz ist gerade wegen der fehlenden Anbindung unserer Kreisstadt stark förderfähig. Eine Projektierung will ich ab Sommer 2021 gemeinsam mit den Landkreises Cochem-Zell und Mayen-Koblenz, unserem Zweckverband SPNV NORD  und dem Land Rheinland-Pfalz mit belastbaren Zahlen, Daten und Fakten auf den Weg bringen. Parallel trete ich vehement für eine zukunftsfähige Modernisierung auf der Eifelstrecke der Bahn von Luxembourg über Trier, Gerolstein nach Köln ein. Hier müssen bereits heute die Weichen gemeinsam mit unserem SPNV NORD und dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) für einen weitestgehend zweigleisigen und elektrifizierten Ausbau gestellt werden. Hierzu habe ich gemeinsam mit MdB Patrick Schnieder und unserem ZV SPNV NORD und dem VRS eine Machbarkeitsstudie zur Verlängerung des Neuausbaus über Kall/Eifel hinaus (Ende des neuen S-Bahn-Netzes von Köln) bis Trier auf den Weg gebracht.

Auch neue Radnetze für den Alltagsnutzen und vor allem sichere Radstreifen Innerorts für die vielen Radfahrer und die Entwicklung neuer Verkehrsmodelle, wie eCar-Sharing, On-Demand-Busse, teilautonomes Fahren, will ich über neue Konzeptionen mit innovativen Mobilitätsnetzwerken gestalten. Wir müssen heute schon die Weichen für die Verkehrswende in die Zukunft stellen. Es ist bereits Vieles in unserem Integrierten Kreisentwicklungskonzept Mobilität und darüber hinaus in der Gestaltung der Individual- und Öffentlichen Verkehre an Planungen unterwegs – die Zukunft der Mobilität muss bereits heute vorgedacht, und deren Potentiale Step-by-Step vom Fußgänger, über verstärkte Bike-Verkehrsnetze bis zu den „vernetzten Sammeltaxen“ mit/ohne Fahrer sowie der Schiene in Wert gesetzt werden. Hier sind wird in Vermittlung von MdB Patrick Schneider auf Bundesebene in einer Projektstudie der TU Berlin gemeinsam mit dem Land Berlin, der Stadt Gladbeck (für den urbanen Bereich) und unserem Landkreis Vulkaneifel (ländlicher Flächen-Verkehrsraum) unterwegs, um neue Konzepte der Potentiale führerloser, autonomer Verkehre der Zukunft zu erforschen. Hierbei sind bereits die IST-Analysen aussagekräftig, die Verkehrsplanungen bereits HEUTE besser anzupassen. Spannendes Thema, welches wir als eines der m.E. prioritären Kreisentwicklungskonzepte im Landkreis derzeit aufbauen und in Modulen weiter gestalten wollen.

DIGITALISIERUNG steuern

Die Glasfaser in all unseren Schulen ist schnellstmöglich in jeden Schulraum weiter zu verknüpfen. Hier sind wir landesweit der erste Landkreis, der alle Schulen an die Glasfaser angebunden hat. Die Digitalisierung unserer Bildungseinrichtungen will ich weiter durch zentrale Serverdienste, neueste Netzwerke, WLAN für alle Bereiche und neue IT-Betreuung fördern, damit Pädagogen und Schüler zeitnah volle Medienkompetenz entwickeln können.

Alle kreisgetragenen Schulen will ich zeitnah mit sogenannten IT-Hausmeistern stärken. Die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte mit Endgeräten wird zeitnah bedarfsgerecht garantiert. Für homeschooling werde ich Zuschüsse für WLAN-Ausstattung und Bildungs-Flatrates initiieren.

Die Verwaltung werde ich zeitnah weiter auf einen vollen digitalen Bürgerservice u.a. vollem Antragsservice, Videoberatung und Chat-Bots ausrichten. Damit soll effektiv – aus dem Betrieb oder bequem von zu Hause, modernste Verwaltung gelebt werden. Gemeinsam mit den Nachbarkreisen Cochem-Zell und Bernkastel-Wittlich will ich eine Pilotregion für einen konkreten, zeitnahen E-Government-Prozess – Digitalisierung für die öffentliche Verwaltung auf allen Ebenen initiieren.

Lassen Sie uns gemeinsam WEITER VERNETZEN – für eine modern aufgestellte Vulkaneifel von morgen.


WEITER VORSORGEN

GESUNDHEIT stärken

Den schnellen Wandel in der klinischen und ambulanten Versorgung will ich gemeinsam mit örtlichen Akteuren stabil und wohnortnah steuern. Mit neuen interdisziplinären Verbundkonzepten, Medizinischen Zentren, modernen telemedizinischen Assistenzsystemen (TMA) und einem guten Jungmediziner-Konzept möchte ich WEITER eine menschenzugewandte, zukunftsfähige Gesundheitsversorgung auch und gerade auf dem Land gewährleisten.

Den haupt- und ehrenamtlichen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz will ich – gerade in der laufenden Corona-Pandemie – in der „WEISSEN, ROTEN und BLAUEN Linie“ weiter stärken. Die Prävention u.a. mit den Pflegestützpunkten und GemeindeschwersternPlus möchte ich weiter ausbauen.

KLIMASCHUTZ durchsetzen

Ein CO2-neutraler Landkreis mit regionaler Wertschöpfung insbesondere in der Eigenenergieversorgung soll gemeinsames Ziel unserer Lebenswelt sein, um die Vulkaneifel auch in Jahrzehnten noch lebenswert zu wissen. Auch die Rettung unserer klimabelasteten Waldflächen ist mit neuen Förderkonzepten, u.a. einer CO2-Prämie, kombiniert mit einer alternativen Forstwirtschaft, zu begegnen.

Klimaschutz sowie Natur- und Artenschutz müssen wir lokal und regional, u.a. mit einem starken Masterplan im Unesco Natur- und Global Geopark Vulkaneifel, gemeinsam angehen. Daher hat die Umsetzung unserer Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzteilkonzepte „Nachhaltige Mobilität“, mit u.a. Konzepten zur Förderung der LED-Straßenbeleuchtung, Solarenergie, Anpflanzung neuer Energiepflanzen für Biogas-Anlagen, neue Naturschutznetze und die Ausrichtung der Versorgung auf Wasserstoff, bis zu breiten energieautarken Quartierskonzepten in Dörfern und Stadtteilen absolute Priorität. In unserer BBS Vulkaneifel in Gerolstein will ich ein Innovationslabor für „Neue regenerative Technologien und nachhaltige Mobilität“ neu aufbauen.

Eine Teilhabe aller Altersgruppen mit einer noch engeren interdisziplinäre Kooperation der Kreisentwicklung, Unesco Natur- und Global Geopark Vulkaneifel, Leader Aktionsgemeinschaft Vulkaneifel, Naturschutzbeirat u.a. Gremien ist unerlässlich. Jugend und Heranwachsende sind mit eigenen Vorstellungen projektorientiert einzubinden.

LEBENSRÄUME bewahren

Unsere einzigartige Natur- und Kulturlandschaft Vulkaneifel müssen wir als Lebens- und Erholungswert besser schützen und erhalten. Den Ausgleich zwischen Rohstoffnutzung und Landschaftsschutz will ich aktiv mit Ausschlussflächen und Ausgleichsmaßnahmen für unverzichtbare Erweiterungen von Tagebauten in einem möglichst breiten politischen Konsens steuern.

Aktive ressourcenschonende Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien, wie lokale Nahwärme und Strom aus Wasserstoff oder Photovoltaik, Windkraft möglichst nur noch an Konzentrationsflächen, soll als vorausschauendes ökonomisches Denken und nachhaltiges ökologisches Handeln unser Maßstab sein. Naturschutz und Biodiversität möchte ich als Ausgleich für menschliche Eingriffe flächendeckend stärker vorantreiben.


WEITER GESTALTEN 

EIGENSTÄNDIGEN LANDKREIS erhalten

Kommunalreform soll 2021 abgeschlossen werden!
Die vom SPD-Innenministerium für 2021 geplante Auflösung unseres eigenständigen Landkreises Vulkaneifel müssen wir bereits JETZT erkennen und verhindern.
SPD-Chef und Innenminister Roger Lewentz hat zuletzt im Mai 2020 öffentlich angekündigt, dass die Verwaltungs- und Kommunalreform (KVR) Rheinland-Pfalz im Sommer 2021 – also nach der Landtagswahl im März 2021 – abgeschlossen werden soll. Nach Neugliederung einiger Gemeinden auf Ebene der Stufe I der KVR ist auf der Stufe II eine sogenannte „Kreisreform“ noch zu vollziehen. Hier ist nach gutachterlichen Forderungen, u.a. im Junkernheinrich-Gutachten zur KVR – Stufe II auf Ebene der Landkreise in Rheinland-Pfalz, für unseren über 200-jährig stets verlässlich funktionierenden Landkreis Vulkaneifel eine Neugliederung mit dem Nachbarkreis Eifelkreis Bitburg-Prüm geplant.

Wie würde sich eine Neugliederung unseres Landkreises auswirken?
Die Auflösung einer verfassungsrechtlich garantierten Selbstverwaltung einer öffentlichen Gebietskörperschaft per erforderlichem Landesgesetz würde zum Wegfall unserer Eigenständigkeit in den Entscheidungen über Kernaufgaben und Politik- und Strukturfeldern führen. Diese sind bis dato politisch selbstverwaltend vom höchsten ehrenamtlich besetzten Kommunalparlament, dem Kreistag und seinen Kreisgremien sowie in den angegliederten Gesellschaften bürgerschaftlich lokal verwurzelt und kommunal getragen. Der Wegfall der eigenständigen Selbstverwaltung würde zu einer Verschiebung und Anpassung von Prioritäten, Neuausrichtung der Regionalentwicklung und Verlust an ehrenamtlichem Zuspruch für überregional agierende Kreisgremien führen. Und das, obschon wir als Landkreis allen Aufgaben stets gerecht werden, eine reine Gebietsreform außer erheblichen Mehrkosten keinen nachweisbaren Mehrwert bringt: Das macht keinen Sinn. Daher – klares NEIN!

Wie wirkt sich eine Kreisgebietsreform auf unsere Kreisstadt aus?
Eine Neugliederung der Landkreisgrenzen wie für 2021 geplant, würde unmittelbar zum Wegfall des „Zentrum-Privilegs“ unserer Kreisstadt Daun, damit zu gravierenden negativen Struktureinbrüchen führen, wie in der Vergangenheit nach der letzten Gebietsreform für die ehemaligen Kreisstädte Prüm oder Bernkastel. Hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ihren Familien wären in Verwaltung, Gesellschaften und in der Sparkasse betroffen. Dem ist zur Abwehr von Schäden für Bürger und Kreisstadt mit einem klaren NEIN zu begegnen!

Wie ist eine Sparkasse in eine Kommunalreform mit einbezogen?
Die Kreissparkasse Vulkaneifel ist eine kleine aber auch starke souveräne Muster-Sparkasse in Trägerschaft des Landkreises Vulkaneifel. Bei Auflösung des Landkreises wird uns als Kreisbevölkerung die Trägerschaft und damit auch die 100%ige Steuerungskraft für die Kreisentwicklung und -finanzierung für Privatpersonen und – vor allem – Gewerbekunden und Betriebe entzogen. Die Sparkasse würde ihre Eigenständigkeit für das von uns politisch definierte Geschäftsgebiet auf Grund und Boden des Trägers Landkreis Vulkaneifel verlieren und würde einer Sparkasse außerhalb der Region neu angegliedert. Dem ist zur Abwehr von Schäden für Mitarbeiter, Regionalentwicklung, Bürger und Wirtschaft mit einem klaren NEIN zu begegnen!

Wieso ist davon die Verbandsgemeinde (VG) Kelberg betroffen?
Im Rahmen der seit 2010 per Landesgesetz laufenden Verwaltungs- und Kommunalreform (KVR) wurde bis 2012 für die starke VG Kelberg ein Gebietsänderungsbedarf gefordert. Demnach sollen unsere Kelberger Gemeinden mit der VG Ulmen im Nachbarkreis Cochem-Zell oder mit der VG Daun neu gegliedert (fusioniert) werden. Wegen der verfassungsrechtlich gebundenen Kreiszugehörigkeit der Kelberger Gemeinden zum Landkreis Vulkaneifel wurde die geforderte Neugliederung der VG Kelberg zeitlich befristet ausgesetzt – bis zum Vollzug der Stufe II (Kreisreform) der KVR. Über die Ankündigung zum Abschluss der Kommunalreform in 2021 hat SPD-Innenminister Roger Lewentz nun die im Landesgesetz der KVR noch nicht abgestimmte Stufe II eröffnet.

Eine Neugliederung der Kreisgrenzen des Landkreises Vulkaneifel per Landesgesetz würde direkt in die vom SPD-Innenministerium seit Langem geplante Neugliederung der Kelberger Gemeinden münden, womit die VG Kelberg ebenfalls ihre Eigenständigkeit verliert. Dem haben die Kelberginnen und Kelberger bereits vor 2012 deutlich widersprochen. Auch hier ist nach meiner Bewertung ob der Stärke und der Potentiale der VG Kelberg dem mit einem NEIN zu begegnen.

Eine Zerstörung unserer eigenständigen Kommunalverwaltung würde zu einem Einbruch aller maßgeblichen strukturrelevanten Themen und Projekte, dem Einbruch des bürgerschaftlichen Engagements für Kommunalpolitik, mit unmittelbaren Auswirkungen auf das Leben und Arbeit von vielen betroffenen Familien führen.

Können neue Untersuchung zur Interkommunalen Zusammenarbeit (IKZ – Aufgabenwahrnehmung kooperativer Art mit anderen Landkreisen oder Städten) eine Kreisgebietsreform ersetzen?
Laut Junkernheinrich und politischer Absicht der SPD-dominierten Landesregierung sollen hier kommunale Synergien als Kooperationsmodelle analog Abfall- oder ÖPNV/SPNV-Zweckverbände mit anderen Kommunen weiter gestalten werden. JEDOCH laut finalem Gutachten zur Stufe II der KVR ändert dies nichts zum politisch gewollten Gebietsänderungsbedarf zur Neugliederung sogenannter kleinerer Landkreise wie der Landkreis Vulkaneifel oder Cochem Zell.

Was sagen die vom Land beauftragten Chef-Gutachter?
Junkernheinrich: „Das erweiterte, landesweite Wirkungsspektrum einer umfassenden Gebietsreform ist durch IKZ nicht zu substituieren. (…) Interkommunale Zusammenarbeit bleibt immer nur eine Ergänzung, um Lücken der Aufgabenwahrnehmung zu schließen. Sie ersetzt nicht die einräumige Verwaltung und erst recht nicht eine einheitliche Steuerung und politische Kontrolle (Junkernheinrich, Endbericht Interkommunale Kooperationspotenziale in Rheinland-Pfalz, S. 17/18, Ziffer 37-39).

Und das ist es doch! Gerade diese einräumige Verwaltung und erst recht eine einheitliche Steuerung und politische Kontrolle wollen wir, solange wir unseren Aufgaben zu 100% gerecht werden, und das tun wir selbst bei Flüchtlingskrisen oder bei der Bekämpfung einer Pandemie, als EIGENSTÄNDIGKEIT wertschätzend behalten.

Ich weiß dem – wie bisher – mit meiner unabhängigen Politik, meiner Mehrheitsfähigkeit und meiner breiten Vernetzung zu begegnen.

Weiterführende Links:
Informationen zur Kommunal- und Verwaltungsreform
Die Verbandsgemeinde Kelberg muss bleiben

KULTUR unterstützen

Kultur- und Brauchtum ist das Lebenselixier der Vulkaneifelerinnen und Vulkaneifelern in Städten und Dörfern. Diese in der Jugend- bis zur Seniorenarbeit und im gemeinnützigen Vereinsleben zu unterstützen, ist die neue Herausforderung unter den Auswirkungen der Demografie und den Einschränkungen unter den Infektionsrisiken einer Pandemie.
Es ist mein Ziel, gemeinsam mit den Kommunen neue Wege der lokalen Kulturförderung zu gehen und dabei das Ehrenamt in Städten und Gemeinden zu stärken.

BILDUNG fördern

Lebenslanges Lernen soll unser Anspruch zu Bildungsangeboten und Bibliotheken sein. Daher möchte ich alle Bildungsangebote für Jung bis Erfahren mit allen Trägern stärker mit einem »Netzwerk Bildung« ausbauen.
Den Digital-Pakt Schule werde ich beschleunigt umsetzen. Alle Lehrer und Schüler sollen über ein Endgerät verfügen. Mit einer Schüler-Flatrate möchte ich finanzielle Schwächeren ein uneingeschränktes Homeschooling und E-Learning gewährleisten.