Rohstoffsicherung in der Vulkaneifel

Zur Verfügung gestellt von Dietmar Johnen, Fraktionsvorsitzender von Bündnis90 / Die Grünen im Kreistag Vulkaneifel

Am 26.10.2020 wurde im Kreisausschuss Vulkaneifel ein Beschlussvorschlag zum Regionalen Raumordnungsplan Region Trier Teil-Plan gem. § 9 Abs. 3 LPIG – Rohstoffsicherung in der Vulkaneifel einstimmig angenommen.

Jahrelange Hartnäckigkeit der Grünen hat sich ausgezahlt. Seit Jahren kämpfen Bündnis90/Die Grünen im Vulkaneifelkreis für den Erhalt der Vulkaneifelberge. Noch bei der letztjährigen Abstimmung im Kreisausschuss am 13.05.2019 haben – fast – alle Fraktionen für die Annahme des agl-Gutachtens gestimmt und damit für eine Akzeptierung weiteren Raubbaus. Dagegen gab es nur eine Stimme, die den starken Schutz der Vulkane forderte: wir GRÜNEN! In der Folge haben wir zahlreiche Gespräche mit den anderen Fraktionen geführt.

Nur im Schulterschluss mit CDU und FWG, der sich aus den Diskussionen ergab, haben wir es als grüne Kreistagsfraktion geschafft, eine gemeinsame Beschlussvorlage für den Kreisausschuss am 26.10.2020, zu erarbeiten. Es erfüllt uns mit Freude und Stolz, dass diese Beschlussvorlage einstimmig von allen Fraktionen und von Landrat Thiel im Kreistag mitgetragen wird.

Besonders danken wir dem Einsatz der ehrenamtlich engagierten Bürger*innen in der IG Eifelvulkane. Ohne ihre Zuarbeit mit einer Fülle fachlich fundierter Informationen wäre der Erfolg, der angesichts des Bergrechts als Meilenstein und deutschlandweit vorbildlich gelten kann, so nicht möglich gewesen.

Auch unser Vulkaneifeler Landrat Heinz-Peter Thiel, dessen Stimme als derzeitiger Vorsitzender der Planungsgemeinschaft besonderes Gewicht innerhalb der Region Trier hat, war maßgeblich an der Durchsetzung des starken Schutzes für unsere Eifelvulkane beteiligt. Mit dem jetzigen einstimmigen Votum des Kreisausschusses ist ein erster und sehr wichtiger Schritt getan für den nachhaltigen Landschaftsschutz, für die Sicherung unseres Trinkwassers und unserer Wälder sowie für die Grundlage des sanften Tourismus, von dem viele Menschen in der Eifel leben.

Wir hoffen, damit dem weiteren industriellen Raubbau an unseren charakteristischen und ökologisch immens wichtigen Vulkane Einhalt zu gebieten. Wir sehen uns damit im Einklang mit den Bürger*innen unseres Landkreises, der in einzigartigem Maße von den Schätzen des Vulkanismus geprägt ist. Wir hoffen auch, dass der einstimmig angenommene Teil-Plan von den verantwortlichen Entscheider*innen in der Landesregierung entsprechend gewürdigt wird.

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