Das Ende des Landkreises wäre eine Katastrophe

Zur Verfügung gestelltes EAZ-Interview von Stadtbürgermeister Friedhelm Marder, EAZ 46. KW/2020

Die Eifel-Zeitung sprach mit dem Stadtbürgermeister der Kreisstadt Daun, Friedhelm Marder, über mögliche Absichten der SPD dominierten Landesregierung, den Landkreis Vulkaneifel mit dem Eifelkreis Bitburg-Prüm zu fusionieren.

EAZ: Welche Auswirkungen hätte dieser Zusammenschluss der Kreise für die Stadt Daun?

Friedhelm Marder: Wir wissen aus anderen Bundesländern, dass solche Zusammenschlüsse kein Geld einsparen, dafür aber sehr viele negative Folgen im Bereich der Wirtschaft und des sozialen Miteinander bringen.

Für die Kreisstadt Daun wäre das Ende des Kreises eine Katastrophe.

EAZ: Ist das nicht etwas übertrieben?

Friedhelm Marder: Das ist keine Übertreibung. Mit der Fusion ginge kurze Zeit später die Abwanderung vieler Arbeitsplätze in den Behörden, aber auch in vielen Unternehmen einher. Alleine bei der Kreisverwaltung und unserer Kreissparkasse wären etwa 500 Mitarbeiter betroffen. Es liegt doch auf der Hand, dass nach dieser Fusion der größere Partner grundsätzlich bestimmen würde, wo die Schwerpunkte gesetzt werden. Ein Blick nach Prüm zeigt dies eindrucksvoll. Aber auch unseren Zukunfts-Projekten würde dann ein starker Fürsprecher fehlen. Anbindung an die Schiene, Städtebauförderung, Krankenhausstruktur: Es geht einfach um sehr viel!

EAZ: Kann man an den Plänen noch etwas ändern?

Friedhelm Marder: Ich bin ganz sicher: Wir können diesen Prozess verhindern, wenn wir alle gemeinsam für den Fortbestand unseres Kreises kämpfen. Dazu brauchen wir einen Landrat und einen Verbandsbürgermeister, die beide mit heißem Herzen für den Erhalt des Kreises, für den Erhalt unserer Heimat kämpfen.

EAZ: Herr Marder, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Friedhelm Marder: Sehr gerne.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*